YouTube Abonnenten Hack: Was steckt dahinter?

Wer ins YouTube Partnerprogramm aufgenommen werden möchte, braucht vor allem eins: mindestens eintausend YouTube Abonnenten. Wie kommen Sie an so viele Nutzer? Der YouTube Abonnenten Hack verspricht gigantischen Zuwachs über Nacht und ist sogar kostenlos.

Ob Sie diesem Angebot wirklich trauen sollten und welche anderen Möglichkeiten Ihnen bleiben, erfahren Sie in diesem Artikel.

Die Bedeutung von YouTube Abonnenten

Ein Schauspieler braucht eine Bühne. Bleiben die Sitze im Theater leer, kann er seine Rolle zwar spielen und genießen. Wenn der Applaus ausbleibt und niemand eine Zugabe verlangt, entwickelt der Künstler jedoch allmählich Frust und wird nicht mehr lange so weiter machen.

Beim YouTuber verhält es sich ganz ähnlich. Er hat große Freude daran, Videos zu erstellen, seine Talente darin auszuleben oder über sich zu erzählen. Das ultimative Ziel dabei ist jedoch eine Community zu bilden. Sie macht den Austausch untereinander erst möglich, gibt wertvolles Feedback und Inspiration.

Jeder neue Abonnent ist wie ein Lob für die Arbeit des Kanalinhabers. Seine Motivation, neuen Content zu produzieren, steigt und mit jedem Male wird er besser. Deshalb sind YouTube Abonnenten essentiell für den Erfolg eines jeden Channels.

Verdienstmöglichkeiten auf YouTube

Wer seinen Videokanal schon sehr professionell betreibt und spannende Themen bietet, der wird bald immmer mehr Zuschauer um sich scharen, vielleicht sogar zum Influencer avancieren und Kooperationen bilden.

Wie beinahe jede Social Media Plattform hat auch YouTube daraus eine Finanzierungsstrategie entwickelt. So bietet YouTube Firmen einen idealen Platz für ihre Werbung, die auf Videos populärer Kanäle ausgespielt wird.

Die YouTuber erhalten dafür eine Vergütung über AdSense. PewDiePie und andere erfolgreiche YouTuber sind damit schon reich geworden. Und das weckt bei vielen den Reiz, immer weiter zu wachsen.

Neue Kriterien seit 2018

Um am sogenannten YouTube Partner Programm teilzunehmen, mussten schon immer bestimmte Bedingungen erfüllt werden. Kein Werbetreibender hat etwas davon, wenn seine Clips auf Videos geschaltet werden, die keiner sieht.

Die Größe des Kanals ist entscheidend. YouTube Abonnenten und Views gehören zu den wichtigsten Kriterien zur Qualifizierung für das Partnerprogramm. Und hier haben sich in den letzten Jahren die Zahlen immer weiter nach oben geschraubt.

Wer im Jahre 2018 mindestens 1.000 YouTube Abonnenten und 4.000 Stunden Abspielzeit vorweisen kann, darf sich für das Partnerprogramm bewerben. Ob alle Kriterien erfüllt sind und der Kanal als ernsthafter Partner in Frage kommt, wird im Anschluss durch YouTube geprüft.

Betroffen sind davon übrigens auch Kanäle, auf denen bereits Werbung geschaltet war. Sie können nicht länger am Partnerprogramm teilnehmen und müssen sich genau wie alle anderen nochmals bewerben, sobald sie qualifiziert sind.

Warum diese Auflagen? Der Topf aus Werbeeinnahmen soll laut YouTube gerechter verteilt werden – und zwar an weniger, dafür aber umso erfolgreichere YouTuber. Nur wer wirklich signifikant hohe Zuschauerzahlen generiert und Firmen dadurch mehr “Exposure” verschafft, darf belohnt werden.

Die Reaktion darauf

“Kleinere” YouTuber fühlen sich von der neuen Regelung ungerecht behandelt. Views und Abonnenten sind leicht zu messen. Die Interaktion hingegen – also Likes und Kommentare – sagt aber ebenso viel aus.

Ein Kanal, der viele Abonnenten, aber keinerlei “Engagement” vorweisen kann, ist für Werbetreibende nicht gerade ergiebiger als eine kleine, lebhafte Community, die sich wirklich mit den Videos beschäftigt.

YouTube behauptet zwar, solche Metriken in Zukunft mehr zu beachten. Bis dahin wird der Kampf um die Zahl der Abonnenten und Views aber erbittert weitergeführt. Und zwar mit vielen verschiedenen Waffen.

So funktioniert der YouTube Abonnenten Hack

Der YouTube Abonnenten Hack gilt als Wundermittel, um endlich als bedeutender Kanal zu gelten. Tatsächlich handelt es sich hier aber um nichts anderes, als eine kosmetische Maßnahme. Wie jede Schönheits-OP birgt der Hack einige Risiken. Und die sollten Sie kennen.

In der Theorie ist die Sache ganz einfach. Sie melden sich für den Abonnenten Hack mit Ihren Daten an, wählen die gewünschte Menge und bekommen kostenlos neue Abos über Nacht. Was passiert nun aber wirklich?

Login-Daten missbraucht

Jeder YouTube Abonnenten Hack wird Sie zuerst nach Ihren Login-Daten fragen. Hier geht es nicht darum, für den Dienst einen neuen Account anzulegen. Nein, Sie müssen Ihren YouTube Nutzernamen und Ihr Passwort eintragen.

Somit erhält wer auch immer hinter dem Hack steht kompletten Zugriff auf Ihren Channel. Dabei müssen Sie sich nicht unbedingt einen bösen Menschen vorstellen, sondern vielmehr eine ganze Maschinerie.

Das Computerprogramm handelt ab sofort in Ihrem Namen und folgt unzähligen fremden Kanälen. Gleichzeitig werden Sie von anderen, ebenfalls im System registrierten Nutzern abonniert.

Das erscheint auf den ersten Blick unheimlich einfach und effektiv. Echtes Interesse steckt hinter den Abos jedoch nicht. Und leider wird Ihr Account in den meisten Fällen auch noch für ganz andere Dinge missbraucht.

Teils dubiose Anbieter posten mit Ihrem Account Spam-Kommentare unter alle möglichen Videos. Manchmal verschicken Sie auch Trojaner als private Nachrichten oder fangen sich im schlimmsten Falle selbst Viren ein, die Ihren Computer lahm legen.

Deshalb gilt: Wenn Sie ein Dienst nach Ihren Login-Daten fragt, sollten Sie spätestens schon hier Halt machen!

Teuer bezahlt

YouTube Abonnenten Hacks locken immer damit, kostenfrei zu sein. Das stimmt so aber nicht. Nachdem Sie Ihre Login-Daten eingetragen und die Menge gewählt haben, müssen Sie ein Spiel runterladen oder ein Abonnenent für Klingeltöne abschließen.

Wer so kurz vor Abschluss schon Blut geleckt hat und seine Zahlungsdaten eingibt, kann sich fortan über regelmäßige Abbuchungen auf seinen Kontoauszügen ärgern.

Aus solch einem Vertrag kommen Sie so schnell nicht mehr raus. Die Anbieter sitzen meist nicht in Deutschland oder der EU und sind wegen fehlender Daten nur schwer ausfindig zu machen.

Unser Rat: Geben Sie unter keinen Umständen Ihre Konto- oder Kreditkarten heraus und prüfen Sie unbedingt die Seriösität des Anbieters!

Wie gewonnen, so zerronnen

Bleibt die Frage, ob der YouTube Abonnenten Hack überhaupt einen Nutzen hat. Angenommen, Sie gehen alle Risiken ein, verraten Login- und Kontodaten. Kommen Sie dann überhaupt auf Ihre Kosten?

Leider haben sich viele Hacks als nutzlos erwiesen. Nachdem Sie die für den Anbieter wichtigen Daten rausgerückt haben, ist der eigentliche Zweck erfüllt – und die Zahl der Abonnenten bleibt genauso klein wie vorher.

Aber auch Dienste, mit denen es zu klappen scheint, bringen meist nur kurzfristig etwas. Nach einem rasanten Anstieg der Abonnenten fällt die Zahl ebenso schnell wieder ab. Oft sind durch YouTube entfernte Bots oder Fake Accounts dafür verantwortlich, aber auch echte Nutzer, die ihre gehackten Accounts zwangsläufig löschen mussten.

Wir sagen: Die Kosten übersteigen hier definitiv den Nutzen.

Welche Alternativen gibt es?

Wer mit dem YouTube Abonnenten Hack liebäugelt, hat meist guten Grund dazu. Die Teilnahmebedingungen für das YouTube Partnerprogramm sind nicht nur hart. Sie machen auch ein großes Problem sichtbar:

2017 zählte YouTube rund 50 Millionen Kanäle. Das heißt, dass ungefähr jeder 20. Nutzer einen eigenen YouTube Kanal hat. Beliebte Themen sind zum Beispiel Tutorials, persönliche Vlogs, Gaming, Beauty, Musik und Comedy.

Die Konkurrenz um Zuschauer ist also ziemlich groß. Viele, selbst gute Kanäle bleiben unentdeckt, da die Nutzer einer zu großen Auswahl ausgesetzt sind. Je mehr Müsli im Supermarktregal angeboten wird, desto mehr müssen sich die Verpackungen und Inhaltsstoffe von den anderen abheben.

Gleichzeitig kann ein YouTube Nutzer mit wenig eigenen Abonnenten nicht mehr als 2.000 YouTube Kanäle abonnieren – eine Maßnahme, um Systemen wie dem YouTube Abonnenten Hack entgegen zu wirken. Um auf mindestens 1.000 Subs zu kommen, müssen sich die Kanalinhaber also allerhand einfallen lassen.

Folgende Tipps können beim Aufbau des Kanals helfen.

Kooperationen anstreben

Gerade weil es so viele Kanäle gibt, die sich den gleichen Themen widmen, kann eine Kooperation mit anderen YouTubern sehr sinnvoll sein. So können Sie sich gegenseitig promoten, indem Sie den Namen des anderen YouTubers in Ihrem Video nennen oder eine Antwort auf dessen letztes Tutorial posten.

Neue Kanäle können versuchen, einen sehr starken Partner ausfindig zu machen und von dessen Berühmtheit zu profitieren. Hierfür müssen Sie eine Menge recherchieren und den potentiellen Kooperationspartner mit guten Ideen für ein gemeinsames Projekt überzeugen.

Für Suchmaschinen optimieren

Beim sogenannten Indexieren wird im Internet geteilter Content sortiert und anhand von bestimmten Kriterien wie zum Beispiel Keywords auf ihre Relevanz hin geprüft. Deshalb sollten genau wie eine Webseite auch YouTube Videos für Suchmaschinen optimiert werden.

Am wichtigsten sind die Beschreibung des Videos und die Tags. Tags sind Schlagworte, nach denen ein Nutzer suchen kann. Ein beliebter Begriff ist zum Beispiel “study music”. Darunter finden sich circa 23.900.000 Ergebnisse, also Videos, die mit diesem Tag markiert wurden.

Wenn Sie Ihre Videos mit beliebten Tags markieren, erhöhen Sie die Chancen, von Besuchern gefunden zu werden. Wichtig dabei ist, dass die Tags wirklich zum Inhalt des Videos passen, sonst könnte YouTube Sie abstrafen.

Darüber hinaus sollten aber auch ein paar eigene Tags kreiert werden. Diese können zum Beispiel aus dem Nutzernamen und dem Thema des Videos bestehen. Mit eigenen Tags pflegen Sie Ihr Branding und stechen besser aus der Masse hervor. Bis zum 23.900.000. Ergebnis wird sich nämlich ganz sicher niemand vorwagen.

In der Beschreibung unter dem Video sollten alle wichtigen Infos zum Inhalt stehen. Eine Verlinkung auf die eigene Webseite und eine Aufforderung zum Abonnieren dürfen natürlich nicht fehlen. Um ein internationaleres Publikum zu erreichen, können Sie die Videobeschreibung mit einer englischen Übersetzung erweitern.

Besonders hilfreich sind Beschreibungen für Tutorials oder Gewinnspiele. Hier können Sie wichtige Links zu Produkten oder Sponsoren setzen, die Teilnahmebedingungen genau erklären und einen Ausblick auf das nächste Video geben.

Optisch aufwerten

Die Videos sind das Herzstücks eines jeden Kanals. Deshalb stecken YouTuber auch den Großteil ihrer Energie in deren Produktion. Dabei darf jedoch nicht das Erscheinungsbild des Kanals vergessen werden.

Das Titelbild des Kanals und der Avatar sollten auf einander abgestimmt und optisch ansprechend sein. Grafiken mit schlechter Auflösung, unproportionaler Skalierung oder falschem Format hinterlassen wirklich keinen guten ersten Eindruck.

Wer selbst kein Grafikprogramm hat oder die Grundlagen nicht beherrscht, kann über Freelancer Portale wie Fiverr oder Upwork sehr gute und verhältnismäßig günstige Grafikdesigner finden. Das ist gut investiertes Geld!

Auch einheitliche Titel in der Videoübersicht vermitteln ein professionelles Bild. Vlogger können ihre Videos zum Beispiel mit #1, #2, usw. nummerieren. Generell sollten Sie bei der Betitelung Ihrer Videos immer einem ähnlichen Muster folgen und daraus eine Art Markenzeichen entwickeln.

Rechtschreibung ist nicht jedermanns Sache, für einen professionellen Kanalauftritt aber unabdingbar. Apps wie Grammarly oder Acrolinx helfen dabei, nicht nur Tippfehler aufzudecken, sondern auch ungelenke Formulierungen zu verbessern. Ihre Zuschauer werden es Ihnen danken!

Zu guter Letzt hat die Zahl der Abonnenten großen Einfluss auf das Erscheinungsbild eines Kanals. Nur wenige Abos bei einer Vielzahl von Videos wirken mitunter abschreckend. Der Besucher denkt, dass Ihre Inhalte wohl nicht sehr überzeugend sind und verlässt die Seite schnell wieder.

Als Erste-Hilfe Maßnahme können Sie YouTube Abonnenten kaufen und damit einen positiven Gesamteindruck erzielen. Je nach Anbieter gibt es verschieden große Pakete, Nutzer deutscher Herkunft und Tageslimit-Optionen.

Generell gilt: Wer noch nicht viele Abonnenten hat, sollte lieber mit kleineren Paketen starten. Das wirkt authentisch und ist sicherer als ein unproportional großer Anstieg über Nacht.

Eine dauerhafte Lösung stellen gekaufte Abonnenten übrigens auch nicht dar. Sie sind zwar sehr viel sicherer als YouTube Abonnenten Hacks, können aber nicht die harte Arbeit ersetzen, die ein guter YouTube Kanal nun einmal mit sich bringt.

Schlussendlich müssen die YouTuber ja auch auf über 4.000 Stunden Watchtime kommen, um sich für das Partnerprogramm zu qualifizieren. Und die kommt eben nur zustande, wenn Nutzer aus echtem Interesse auf Ihre Seite gelangen und regelmäßig Ihre Videos ansehen.

Fazit

Seit 2018 ist es ganz schön schwierig, ins YouTube Partnerprogramm zu kommen. Zu Methoden wie dem YouTube Abonnenten Hack sollten Sie deshalb trotzdem nicht greifen. Ihr Account könnte missbraucht oder gar gesperrt werden und wirklich kostenlos ist das ganze auch nicht.

Auch wenn es viel Arbeit bedeutet und sehr lange dauern kann: Am besten fahren Sie, wenn Sie Ihren YouTube Kanal sorgfältig pflegen, Ihre Videos für Suchmaschinen optimieren und mit anderen YouTubern kooperieren.


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